Unsere Geschichte

 

Das Hotel Hirth

wurde um 1876 von Herrn Georg Hirth,

dem Publizisten und Herausgeber der Münchner Neuesten Nachrichten

und der Kunstzeitschrift "Jugend", gebaut.

 

Als wichtiger Kunstmäzen und Mitbegründer

des Münchner Kulturzirkels die Scholle

wurde im Haus Hirth eine illustre Gästemischung

aus Künstler, Hochadel und Großindustriellen

beherbergt.

 

Die Gästeliste ist lang und reicht von

Prinz Phillip in seinen Jugendjahren,

über Musikgrößen wie Furthwängler und

Stochowski, Adel und Großindustrielle

bis zu Howard Charpendale, der Anfang 1970 damals noch 

 völlig unbekannt

ein Hochzeitskonzert für einen kölner Gast gab.

 

 

 

Historisches Gebäude

Hotel Hirth ca 1930 

 

und Heute

 

 

 

 

 

Weiterführende Geschichte

Jugendstil Ikone 


Für unsere Gäste die noch mehr über die historische Entwicklung unseres Hotels
wissen möchten haben wir Wissenswertes hinter den entsprechenden Registerkarten
aufgeführt. Bitte klicken Sie auf die jeweilige Registerkarte, die Sie interessiert.

Falls Sie kunstinteressiert sind haben wir Ihnen auch noch einige Links über Herrn Georg
Hirth und seiner dem "Jugendstil " namensgebenden Zeitschrift "Die Jugend"
vorbereitet:


Georg Hirth:

http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Hirth

Zeitschrift Jugend:

http://de.wikipedia.org/wiki/Jugend_(Zeitschrift)


Knorr&Hirth Verlag:



http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44901


Zeitgenössische Biographie über den Aufenthalt 1930 im Hotel Hirth(englisch)


http://books.google.de/books?id=LO9KDzIYSZoC&pg=PA210&lpg=PA210&dq=wa...

 

 

Das interessante Hotel mit berühmten Gästen

Beschreibung von Hans Bader:

In unmittelbarer Nähe zur "Berolzheimer Villa" steht in der grainauer Loisachstr. 59 ein weiteres Haus, das zu allen
Zeiten seit 1880 eine bewegte Geschichte aufzuweisen hat und eine Menge höchst interessanter Menschen beherbergte.
Der Verleger der "Münchner Neuesten Nachrichten" und zugleich Teilinhaber des Buchverlages Knoll&Hirth, hatte das
Haus als Witwensitz für seine Frau gebaut. Nun ( ca 1932) lebte der Sohn und Kunsthistoriker Walter Hirth mit seiner
Frau Johanna in dem großzügigen Gebäude und betrieb es als Gästehaus für gutsituierte Persönlichkeiten. Seit den 20er-
Jahren waren die häufig aus dem angelsächsischen Raum stammenden Gäste gewissermassen "handverlesen", kamen
auf Empfehlung oder waren Freunde von Freunden der Hirths und trafen sich häufig jedes Jahr in Grainau wieder. Diese
"paying guests" bezahlten zwar ihren Aufenthalt, fühlten sich aber in erster Linie als liebe Gäste und Freunde der Familie
Hirth. So weilten damals unter anderem die weltberühmte Schauspielerin Catharine Cornell, der Philosoph Ernst Jünger,
die hochadelige Cecile, Kronprinzessin und Schwiegertochter des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II, die Prinzessin Kira
von Russland, Ludwig von Hessen oder auch der spätere englische Prinzgemahl Phillip mit Schwester zu Gast im kleinen
Bergbauerndorf unter der Zugspitze.


Kultur und schöne Künste

Die Seele des Hauses und ihren weiblichen Gästen eine herzliche Freundinn war Johanna Hirth, eine geborene Preetorius.
Sie stammte aus einer sehr künstlerischen Familie; ihr Vater, ein ehemaliger Staatsanwalt aus Hessen, war sehr kunstsinnig,
und ihr Bruder Emil Preetrorius ein bekannter Illustrator und unter anderem Bühnenbildner bei den Wagner-Festspielen in
Bayreuth. So blieb es nicht aus, dass auch im Hause selbst Kulturelles auf hohem Niveau geboten wurde. Richard Strauß kam
aus dem benachbarten Garmisch zu Besuch und alljährlich verbrachte das amerikanische Ehepaar Stokowski seinen Urlaub in
Untergrainau. Er war Dirigent des "Philadelphia Philaharmonica Orchestra" und seine Frau Olga eine begnadete Pianistin und
Professorin an der Musikhochschule in Philadelphia. Auf Ihren Besuchen brachte Sie immer wieder Schüler mit, die im
"Haus Hirth" fleißig übten und Ihre Künste den übrigen Gästen in Konzerten darboten.
Doch auch die Hirth`s selber trugen etwas bei zur Unterhaltung und Betreuung der befreundeten Gäste. Ausflüge mit dem Auto
zu den vielen Sehenswürdigkeiten der Umgebung, Opernfahrten nach München und andere Aktivitäten standen auf dem
Programm.

 

 

 

Englischer Jagdstich 

Die Engländer

Weil so viele Engländer über die Hirths nach Grainau kamen, geriet das Gebirgsdorf sogar in die
britische Presse- allerdings auf nicht sehr rühmliche Art. Auch bei den englischen Gästen des etwas
außerhalb des Ortskernes liegenden Hauses hatten die dramatischen Vorfälle des Winters 1931/32
Aufsehen erregt- und die Wellen, die dieses Drama erzeugte, drangen bis ins Mutterland der
Klatschpresse vor.

Am 6. Dez. 1931 hatte der Grainauer Gemeinderat Martin Pischl, genannt "Nehra Martl", beim Wildern
den Tod gefunden. Das Aufeinandertreffen von vier Untergrainauer Wilderern mit zwei Landespolizisten
und dem Aushilfsjäger Andreas Ostler, "Jaggale" von Garmisch, hatte sich zu einem erbittertem Schuss-
wechsel entwickelt, in dessen Verlauf es dem unglücklichen Vater von fünf Kindern durch einen Stahl-
mantel-Querschläger die rechte Schädelhälfte wegriss.

Einen Monat später erfolgte der Racheakt. In der Nacht auf den 6. Januar 1932 schossen Grainauer
Wilderer mit großkalibriger Munition von allen Seiten durch die Fenster und die Türe des Jägerhäusl
am Baderseeweg- zum Glück, ohne den darin wohnenden Jägere Josef Bartl, genannt "Hannasla" von
Graseck, und seine Frau zu treffen.

Der tragische Wilderertod, das hinterhältige Attentat, die öffentliche Erregung, die Verlegung von 12
Landespolizisten nach Grainau, die vielen Kriminalpolizisten, die wochenlang erfolglos den Attentätern
auf der Spur waren, all dies wurde offenbar von einem Hirth-Gast über den Kanal gemeldet und
gipfelte in einem Artikel in einer Boulevardzeitung mit der Überschrift "Banditendorf Grainau".

Walter Hirth machte sich daraufhin Sorgen um das Renommé seines Hauses und mit dem Schandblatt
in der Hand auf den Weg zum Untergrainauer Bürgermeister Anton Bader, genannt "Meidl Toni". Bei
Ihm kam er allerdings an den Rechten: die Angelsachsen betrachtete der Bürgermeister offenbar nicht
als touristische Zielgruppe: "Mia brauch`n koane Engländer, de brauchscht grod Du!"herrschte er den
verdutzten Mann an.

Die Verunglimpfung Untergrainaus in der britischen Presse sprach sich natürlich im Dorf herum,
was zur Folge hatte, dass die Einheimischen daraufhin auf die englischen Hirthgäste noch weniger
gut zu sprechen waren als zuvor. Einem vom Eibsee kommenden Automobil mit englischem
Kennzeichen wurde sogar die Windschutzscheibe durch einen Steinwurf zertrümmert.

 

 

Sonnenuhr 

Das "Haus Hirth" erfreute sich, trotz der unerfreulichen Wilderergeschichte auch
weiterhin großer Beliebtheit, wurde in den 30er- Jahren noch um einen Gebäude-
flügel erweitert und stellte auch noch während der frühen Jahre des National-
sozialismus mitten im bäuerlich geprägten Grainau ein echtes kulturelles Zentrum
dar, in dem Künstler, Geld-und echter Adel, Gelehrte und Politiker von Weltruf
verkehrten.

So verbrachte auch bis etwa 1938 alljährlich die Frau des Mr. Georg Vincent in Grainau
Ihren Urlaub, während ihr Mann als Präsident der Rockefeller-Stiftung in aller Welt
herumreiste und darüber entschied, wohin die Fördergelder der Stiftung fließen sollten.
Mrs. Vincent war schon seit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg Stammgast im Hause
Hirth und hatte sich als begeisterte Bergsteigerin vom Bergführerobmann Simon Maurer
,"Hauterer", auf viele Gipfel, bis in die Dolomiten und Schweizer Alpen führen lassen-
was ja normalerweise nur den einheimischen Bergführern vorbehalten war.
War Sie am Sonntag "daheim", so ging sie zum "Kainzenfranz" in Garmisch zum Weiß´-
wurstessen. Mit der Wirtin Katharina Bader hatte sich im Laufe der Jahre eine herzliche
Freundschaft entwickelt und ihr vertraute sie an,dass ihr Mann auch als inoffizieller
Berater des amerikanischen Präsidenten in geheimer Mission Besprechungen mit den
Vertretern des Deutschen Reichs, sogar mit Hitler selbst, abzuhalten habe.
"Bei Kriegsgefahr werden wir nicht mehr kommen!, äußerte sie gegenüber der besorgten
"Säckler Marie" und der Koanz-Wirtin noch 1938. Ein Jahr darauf, im letzten Friedens-
sommer 1939, wartete man im "Haus Hirth" und beim "Kainzenfranz" vergeblich auf die
Vincents. Auch alle anderen Amerikaner und Engländer blieben nun Grainau und dem
Rest des Deutschen Reichs fern.

 

 

Im letzten Kriegsjahr wurde auch das Haus Hirth von den Nationalsozialisten be-
schlagnahmt und die kinderlose Familie Hirth zog ins darüber gelegene Haus des
inzwischen verwitweten Schwiegervaters Dr. Karl Preetorius, einem inzwischen
90-jährigen ehemaligen Generalstaatsanwalt aus Mainz, um. Im Haupthaus wurde
aber kein Lazarett eingerichtet wie wiederum in praktisch allen anderen Hotels und
Gasthäusern, sondern es diente ab 1944 wiederum Ausländern als Quartier. Nach der
Eroberung und dem Abfall Rumäniens waren hochrangige Persönlichkeiten aus dem zuvor
mit Deutschland verbündeten Land mit ihren Familien ins Reich geflohen, ebenso wie
ein hoher Funktionär der Vichy-Regierung im besetzten Frankreich oder auch Mussolinis
Kommandeur in Afrika, Marschall Graziana, mit ihren Familien. Sie erhielten Asyl im
Haus Hirth und blickten sorgenvoll in eine ungewisse Zukunft. Tür an Tür mit ihnen
hofften auch die Frauen von hochrangigen deutschen Nazis im abgelegenem Grainau vor
Bombenangriffen, und vor dem Zugriff der Sieger verschont zu bleiben.

Als der Krieg aus war, wurden die Nazi-Gäste in alle Winde zerstreut und das Haus
wiederum beschlagnahmt. Erneut waren es Ausländer- diesmal die Amerikaner, die es sich
bis in die 60er Jahre im Haus Hirth gut gehen ließen. Bereits an Weihnachten 1945 aber
veranstalteten die Amerikaner eine "Good Will-Aktion". Sie luden die Kinder aus kinderreichen
Familien ins Haus Hirth. Es herrschte qualvolle Enge, und mit großen Augen wurden auf-
regende Dinge wahrgenommen. Die kleinen Grainauer bewunderten den großen Christ-
baum und wunderten sich über Santa Claus mit seiner Bommelmütze und nahmen erstaunt
zur Kenntnis, dass bei den Amerikanern der Nikolaus statt des bayrischen Christkindes am
Hl. Abend die Geschenke brachte. Es war ihnen so auch recht, denn der komische Heilige
schenkte jedem Kind zum Abschied eine große braune Tüte mit allerhand Köstlichkeiten
wie Orangen, Schokolade, Kakaogetränk, Kuchen. Bei den meisten Kindern war die braune
Tüte bereits leer, als sie daheim ankamen.

 

 

Sylvesterfeuerwerk 


Aktuelle Hotelgeschichte und Veranstaltungen

Es gibt traditionelle Anlässe, die wir gern mit unseren Gästen feiern. Seit Jahrzehnten ist ein aufwändiges Sylvestermenu mit anschliessender
Neujahrsfeier ein besonderer Anlass das Neue Jahr zu begrüssen.

Ebenso hoffen wir immer auf einen schönen 22. Juni, bei dem wir von unserer Terrasse wie im Heimkino die Bergfeuer auf Waxenstein Massiv
bewundern können.

 

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